Wie teuer ist eine Covid-19-Behandlung in den USA?

Hab in den vergangenen Tagen wieder regelmäßig die NBC-News mit Lester Holt geguckt. Hab ja neulich schon mal über ihn geschrieben. In vielen Staaten der USA gehen die Covid-19-Fälle stark nach oben. Weiß man schon. Klar auch: Das hat Auswirkungen auf die Auswahl der Nachrichten. Es gibt jetzt jeden Tag wieder längere Beiträge zur Pandemie.

Manchmal kommen die interessantesten Infos da so ganz beiläufig daher. Etwa hier: Das Medikament Remdesivir kostet die Patienten ne Menge Geld. Privatpatienten zahlen für eine 5-Tages-Behandlung 3120 Dollar.

Ich hab nachgeguckt. Die US-Behörden empfehlen in ihren Richtlinien für Remdesivir tatsächlich eine fünftägige Behandlung. In einigen Fällen kann man die Behandlung auf zehn Tage ausweiten.

Eine Rechnung von 6240 Euro für ein Medikament? Da zuckt der Europäer in mir kurz zusammen. Die Summe ist jedoch ein Klacks verglichen mit der Rechnung, die ein Covid-19-Patient in Seattle kürzlich bekommen hat. Das Ding war 181 Seiten lang – und belief sich auf mehr als 1,1 Millionen Dollar. Einen Teil der Kosten kriegt der gute Mann von der Krankenversicherung zurück. Ein Skandal ist es trotzdem, wie auch der Guardian treffend festgestellt hat. Im dortigen Kommentar geht es auch um den Fall der New Yorkerin Janet Mendez, die nach ihrer Covid-Genesung auf einer 75.000-Dollar-Rechnung sitzen bleibt, die sie offenbar von keinem erstattet bekommt. Ihre ursprüngliche Rechnung hatte bei über 400.000 Dollar gelegen. „In keiner zivilisierten oder vernünftigen Gesellschaft sollte jemand das durchmachen, was Mendez erlebt hat“, kommentiert der Guardian.

Ansonsten ist man hier ein bisschen geschockt darüber, dass die EU zwar die Grenzen öffnet – nicht aber für US-Bürger.

Beschämt vermerkt NBC, dass man jetzt nicht zu den „guten Ländern“ gehört (Algerien, Australien, Kanada, Ruanda) – sondern zu den nicht so guten (Russland, Brasilien).

CNN erklärt die Sache ganz einfach mit einer Grafik.

Donald Trump scheint das auch nicht so super zu finden. So zeigt ihn NBC.

Auf Twitter gibt er derweil China die Schuld an allem.

Was war noch? Ach so. Mein Handy ist ins Wasser gefallen. Ich war mir schon sicher: Das wird nix mehr (ist schließlich ein etwas älteres Modell). Aber dann hab ich das Ding ein paar Tage lang in Reis gelegt. Jetzt geht’s wieder. Jonny sagt: Der Trick ist uralt. Kann ja sein. Aber wenn er funktioniert, wundert man sich trotzdem.

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