Werden wir in Zukunft weniger Fleisch essen?

Das hier ist Obst. Zwei der Zitronen sehen komisch aus, weil wir die Schale zum Backen verwendet haben.

Aber eigentlich will ich heute was zum Thema Fleisch schreiben. Meine Tochter lebt seit einigen Jahren vegan. Ich fand das eigentlich immer interessant und inspirierend und habe, glaub ich, nie versucht, sie davon abzubringen. Es gibt ein paar vernünftige Gründe für diesen Lebensstil. Ich selbst habe das aber nie so ganz ernsthaft in Erwägung gezogen. Schon allein wegen meines Namens.

Heute jedenfalls hatten wir im Garten eine kleine Zusammenkunft. Zwei Studenten in Nickis Umfeld haben gerade ihren Doktor gemacht und da haben wir mit sechs Leuten in sozialer Distanz ein Getränk genommen und die Sache gewürdigt.

Irgendwann kam die Sprache auf den Fleischkonsum. Ich hab kürzlich schon was über die diesbezüglichen Engpässe geschrieben und den Ärger in der amerikanischen Fleischindustrie (genau derselbe Mist lief dann ein paar Tage später auch in Deutschland; es handelt sich nicht um Zufälle, sondern um systemische Probleme. Eins davon: Die Arbeitsbedingungen in der Branche sind einfach beschissen; natürlich gibt es noch ein paar mehr).

Am Ende hieß die Frage in unserer Runde: Wie wird der Fleischkonsum in zwei Jahren aussehen? Werden wir 2022 mehr Fleisch essen oder weniger? Fast alle waren folgender Ansicht: Wir gewöhnen uns gerade daran, weniger Fleisch zu essen. Wir merken, dass es geht. Wir backen unser eigenes Brot und probieren neue Rezepte aus. Wir verändern unsere Gewohnheiten. Viele Leute geben weniger Geld für Lebensmittel aus. Also: weniger Steaks und Schnitzel!

Hier die Tipps, die ich bekommen habe (100 Prozent entspricht dem Verbrauch von heute):

100 Prozent

98 Prozent

93,5 Prozent

90 Prozent

80 Prozent

72,5 Prozent

Keiner von uns besitzt eine besondere Expertise auf diesem Feld. Alles, was wir haben, ist unser Bauchgefühl.

Ich habe mir jedenfalls einen Eintrag in meinen Kalender gemacht. Heute in zwei Jahren werde ich die Entwicklung des Fleischkonsums in den USA und in Deutschland googeln und dann eine Mail an alle schreiben, die heute dabei waren.

Wer eine Meinung dazu hat: Ich bin gespannt, sie zu hören. Als Kommentar, Mail, per Facebook, WhatsApp, was auch immer.

Zum Abschluss noch ein kleines Video von unseren Vogelhäuschen. Es handelt sich um eine Ehepaar von Northern Cardinals (der rote Vogel ist das Männchen). Toll, wie die beiden miteinander umgehen. Oder?

Kommentare

  1. Mein Tip: 100% pro Person in den USA. Fleischkonsum hat sich ueber die letzten 15 Jahre kaum geaendert. Einzig ernst zu nehmender Faktor meiner Meinung nach sind die pflanzen-basierten Burger (Impossible, Beyond). Die machen das gut, deren Zielgruppe ist nicht der urbane Hipster-Veganer, sondern der Burgeresser abseits der Kuesten.

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