Snackable Content #1: „Maria im Speckmantel“

Im Internet gieren die Nutzenden immer stärker nach „snackable content“.

„Content“ bedeutet: irgendwelche Inhalte. Texte zum Beispiel. Oder Bilder.

„Snackable“ bedeutet: Man kann’s schnell konsumieren, schnell verstehen, schnell kopieren, schnell verbreiten. Es geht also nicht ums Vier-Gänge-Menü, sondern eher um Kartoffelchips. Daran ist nichts falsch. Auch Kartoffelchips sind wichtig für unser Wohlbefinden.

Eine Diskussion mit meinem Vater um die Kunst des Mittelalters hat mich nun auf genau solch einen schnellverzehrbaren Inhalt gebracht: nämlich ein Figuren-Ensemble mit dem Titel „Maria im Speckmantel“. Das Motiv der Schutzmantelmadonna war ja ein beliebter Topos in der bildenden Kunst seit dem 12. oder 13. Jahrhundert. Die „Dattel im Speckmantel“ kennt wohl jeder, der schon mal einen flinken Happen zum Fetenbuffet beizusteuern hatte.

Nun haben meine Schwester, mein Schwager, meine Nichte und womöglich sogar meine beiden kleinen Neffen diese Idee umgesetzt und beide Konzepte kombiniert.

So verwandeln sich klassische Krippenfiguren ruckzuck ein einen optischen Gaumenschmauß.

Internet kann so einfach sein.

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