„Leben wir vielleicht zu lange?“

Kann man mit 90 Jahren überhaupt noch glücklich sein? Man kann! Doch wenn der Tod naherückt, wird es oft trüb in der Seele. Der Heidelberger Alternsforscher Hans-Werner Wahl hat ermutigende, aber auch nachdenklich stimmende Erkenntnisse über die letzte Phase des Lebens gewonnen. Besonders interessant fand ich Prof. Wahls Ausführungen über die noch relativ junge „Distance to Death“-Forschung. Das Leben im hohen Alter lässt sich demnach besser verstehen, wenn man es vom Tode her liest. Am Ende wartet auf die meisten eine Phase tiefer Trauer. Meine These: Es könnte helfen, wenn man beizeiten gelernt hat, negative Gefühle als etwas Wertvolles anzunehmen.
Psychologie Heute, 4/2016

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